Diese fünf Fehler kommen fast jede Saison vor. Keiner ist für sich allein schlimm. Zusammen machen sie aus einem Mehrweg-Bestand eine Ausgabe, die man wiederholen muss.
1. Die Jahreszahl auf den Becher drucken
Das ist der teuerste Fehler und der am leichtesten vermeidbare. «Dorffest 2026» macht Ihren Bestand ab dem folgenden 1. Januar unbrauchbar. Sie haben Mehrweg gekauft und stehen mit zeitverzögertem Einweg da.
Der Name des Vereins und das Logo genügen. Wenn Sie unbedingt etwas datieren möchten, datieren Sie das Plakat, nicht den Becher. Ein Bestand ohne Jahreszahl dient im nächsten Jahr wieder und lässt sich bei Bedarf identisch ergänzen.
2. Ein Logo als JPEG senden
Ein Bild aus einer Website oder einem Word-Dokument lässt sich im Siebdruck nicht sauber drucken. Der Siebdruck braucht eine einfarbige Vektordatei – Pfade, keine Pixel. Das trifft auf fast alle Vereinslogos zu, man muss nur die richtige Datei finden.
Suchen Sie bei der Person, die Ihr Logo gestaltet hat, nach einer .ai-, .eps- oder .pdf-Datei. Finden Sie nichts, senden Sie, was Sie haben: Wir sagen Ihnen, ob es verwendbar ist, bevor irgendetwas ausgelöst wird. Die Anpassung ist eine separat verrechnete Leistung und wird nie ohne Ihre Zustimmung gestartet.
3. Ein symbolisches Depot festlegen
Ein zu tiefes Depot bringt die Becher nicht zurück. Das ist reine Arithmetik: Bringt die Rückgabe des Bechers weniger ein als der Aufwand, den Platz zu überqueren, bleibt er auf dem Tisch oder verschwindet in einer Tasche. Dann kaufen Sie jedes Jahr nach, was Sie einmal gekauft zu haben glaubten.
Das Depot ist kein Rezept, das man vom Nachbarn abschreibt: Es hängt von Ihrem Publikum und den Preisen Ihrer Getränke ab. Aber es muss hoch genug sein, damit die Rückgabe ein Reflex wird und keine Geste der Überzeugung.
4. Sechs Wochen vor dem Fest bestellen
Die Frist läuft nicht ab Ihrer Bestellung. Sie läuft ab Ihrer Freigabe des Gut zum Druck. Sie erhalten dieses Gut zum Druck innert vier Arbeitsstunden – wartet es aber zehn Tage, bis sich ein Komitee zur Freigabe trifft, sind das zehn verlorene Tage in der Produktionsplanung.
Rechnen Sie dann mit einer bis drei Wochen Produktion in der Nebensaison und zwei bis vier in der Hochsaison. Für ein Fest im Juni bestellen Sie im April. Und wenn Ihr Datum fix ist, sagen Sie es vor der Bestellung – wir bestätigen Ihnen, ob es machbar ist, statt Sie hoffen zu lassen.
5. Knapp unter einer Staffel aufhören
240 Stück zu bestellen, wenn es die Staffel von 250 gibt, heisst, pro Stück mehr zu bezahlen und weniger Becher zu haben. Der Preisunterschied zwischen zwei Staffeln ist oft geringer als die Kosten der zusätzlichen Stück für sich allein.
Schauen Sie sich vor der Freigabe den Preis der nächsthöheren Staffel an. In den meisten Fällen bleibt Ihnen damit eine Reserve für Bruch und fürs nächste Jahr, bei einem bescheidenen Unterschied auf der Rechnung. Die Preise jeder Staffel stehen auf jeder Produktseite: Der Vergleich dauert zehn Sekunden.
Die Regel, die alle abdeckt
Ein bedruckter Bestand ist kein Kauf für einen Anlass, sondern eine Investition des Vereins. Jeder Entscheid – das Sujet, die Menge, die Technik, das Depot – wird über drei Ausgaben beurteilt, nicht über eine. Dieser Perspektivenwechsel macht Mehrweg rentabel.