Wie hoch soll das Becherdepot sein?

Die kurze Antwort: hoch genug, damit die Rückgabe des Bechers zum Reflex wird

Einen universellen Betrag gibt es nicht, und einfach beim Nachbarn abzuschauen ist keine Methode. Ein Depot richtet sich nach den Preisen Ihrer Getränke und nach Ihrem Publikum, folgt aber einer einfachen Regel: Bringt die Rückgabe des Bechers weniger ein als der Aufwand, den Platz zu überqueren, kommt er nicht zurück.

Ihre beste Referenz ist, was vergleichbare Anlässe in Ihrer Nähe praktizieren – gleiches Publikum, ähnliche Preise an der Bar.

Was das Depot wirklich bewirkt

Ein Depot ist keine Einnahme. Es ist ein Mechanismus, der die Zahl der Umläufe jedes Bechers erhöht und damit die Menge senkt, die Sie bestellen müssen.

Hier liegt die Abwägung: Jeder zusätzliche Franken Depot bringt mehr Becher zurück und erlaubt es, weniger zu kaufen. Jeder Franken zu viel schafft zusätzliche Reibung an der Bar, wo das Personal ehrenamtlich arbeitet und die Warteschlange lang ist.

Nicht zurückgegebene Becher sind nicht verloren

Ein Becher, der als Andenken mitgenommen wird, ist ein durch das Depot bezahlter Becher. Bei einem Anlass mit schönem Sujet geht so ein bewusst einkalkulierter Teil des Bestands mit – das sind Kosten, aber auch die einzige Werbung, die mit dem Publikum nach Hause geht.

Die praktische Umsetzung

  • Jeton oder Becher gegen Becher. Letzteres erspart den Gang zur Kasse bei der Rückgabe – und genau das spart Zeit an der Bar.
  • Eine klar gekennzeichnete Rückgabestelle, sonst sammeln sich die Becher auf den Tischen.
  • Die Reinigung einplanen, wenn der Anlass länger als einen Abend dauert.

Und wenn man kein Depot erhebt?

Das ist möglich, sofern Sie entsprechend bestellen: Ohne Depot brauchen Sie deutlich mehr Stück und müssen damit rechnen, nur wenige zurückzubekommen. Bei einem kleinen Anlass, bei dem der Bestand ohnehin fürs nächste Jahr aufbewahrt wird, kann sich diese Abwägung vertreten lassen.

Häufige Fragen

Ist ein Depot Pflicht?

Nein, aber ohne Depot müssen Sie deutlich mehr Becher bestellen und damit rechnen, nur wenige zurückzubekommen.

Jeton oder Becher gegen Becher?

Becher gegen Becher erspart den Gang zur Kasse bei der Rückgabe – das spart an einem Abend mit grossem Andrang Zeit an der Bar.

Was geschieht mit nicht zurückgegebenen Bechern?

Sie sind durch das Depot bezahlt. Bei einem schönen Sujet geht ein Teil des Bestands als Andenken mit: Das sind bewusst getragene Kosten – und die einzige Werbung, die mit dem Publikum nach Hause geht.